Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
Stadtteil im Bezirk 6 · Chorweiler

Chorweiler

Chorweiler liegt im linksrheinischen Norden Kölns, etwa 10 Kilometer vom Zentrum entfernt, und gibt dem Bezirk Chorweiler seinen Namen. Der Name setzt sich aus dem Feuchtgebiet „Chorbusch" und dem Dorf „Weiler" zusammen.

Chorweiler ist ein junger Stadtteil und das Zentrum der „Neuen Stadt" im Kölner Norden. Die Idee geht auf Oberbürgermeister Konrad Adenauer und seinen Stadtbaumeister Fritz Schumacher zurück, der nach der Eingemeindung großer Ländereien 1922 einen Generalsiedlungsplan entwarf. Verwirklicht wurde das Projekt aber erst nach dem Zweiten Weltkrieg, um die Wohnungsnot zu lindern. Ab 1964 entstand eine Großwohnsiedlung, ab Ende der 1960er Jahre im zweiten Bauabschnitt bis zu 24-geschossige Wohnhochhäuser – die größte Plattenbausiedlung Nordrhein-Westfalens. Wichtigster Bauträger war das Wohnungsunternehmen Neue Heimat; rund 80 Prozent der Wohnungen entstanden im sozialen Wohnungsbau.

Geplant war eine „Neue Stadt" für bis zu 100.000 Menschen – so groß wurde Chorweiler nie. Schon in den 1980er-Jahren standen viele Wohnungen leer, der Stadtteil wurde zum sozialen Brennpunkt.

Zentrum ist der von Hochhäusern umbaute Pariser Platz, daneben das City-Center mit rund 100 Geschäften. Im Stadtteil sitzen das Bezirksrathaus sowie das Bundesamt für Verfassungsschutz. Beliebt ist der nahe Fühlinger See.

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