Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
Stadtteil im Bezirk 2 · Rodenkirchen

Raderberg

Raderberg liegt im Süden Kölns und gehört zum Bezirk Rodenkirchen. Der Stadtteil grenzt im Osten an Bayenthal, im Norden an die Südstadt.

Raderberg war ursprünglich nur eine Flurbezeichnung für die Lage oberhalb eines alten Rheinarms. Der Name geht auf gerodeten Wald oder die alte Hinrichtungsstätte Marterberg zurück – der Legende nach wurde hier 1225 Graf Friedrich gerädert, nachdem er den Kölner Erzbischof Engelbert getötet hatte. Vor den Toren Kölns lag hier auch über Jahrhunderte der alte jüdische Friedhof, im Volksmund „Judenbüchel".

Um 1850 siedelten die ersten Kleinbauern an Brühler und Bonner Straße, ab den 1870er-Jahren kamen kleine und mittlere Fabriken hinzu. 1888 wurde Raderberg nach Köln eingemeindet. Wegen niedriger Bodenpreise und guter Anbindung entstanden früh Arbeitersiedlungen, etwa die Siedlung „Wilhelmsruhe" und eine Siedlung der Schokoladenfirma Stollwerck. Die Anlage des Vorgebirgsparks von 1910 bis 1913 brachte anspruchsvollere Wohnbebauung.

Ein eigentliches Zentrum hat Raderberg nie ausgebildet; der Ort verschmilzt mit den Nachbarstadtteilen. Sehenswert ist der „Kunstsalon", eine ehemalige Kupferschmiede, die heute für Kunst und Veranstaltungen dient.

Straßen in Raderberg

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