Zündorf liegt rechtsrheinisch im Süden Kölns direkt am Fluss und gehört seit 1975 zum Bezirk Porz. Ursprünglich bestand der Ort aus zwei Dörfern: Ober- und Niederzündorf.
Erstmals erwähnt wird Zündorf 1008. Funde bei der Kirche St. Michael belegen sogar schon römische Anwesenheit am rechtsrheinischen Limes. Seinen Wohlstand verdankte der Ort dem Kölner Stapelrecht von 1259: Wer den Zwang zum Verkauf in Köln umgehen wollte, lud seine Waren in Zündorf vom Schiff auf den Landweg um. Ab dem 15. Jahrhundert erhob der Herzog von Berg hier einen eigenen Rheinzoll. Mit der Rheinschifffahrtsakte 1831 endete diese Blütezeit.
Wahrzeichen ist der Zündorfer Wehrturm (Overstolzenturm) aus dem 13. Jahrhundert, ein 20 Meter hoher Wohnturm aus Basaltstein – fälschlich oft „Zollturm" genannt. Ende der 1970er Jahre baute Gottfried Böhm einen modernen Sichtbeton-Innenausbau ein; seit 1980 zeigt er Wechselausstellungen.
Hauptattraktion ist die Groov, eine ehemalige Rheininsel, heute Halbinsel mit Seen, Bootsverleih, Yachthafen, Kombibad und Außengastronomie. Von hier setzt die Fähre „KroKoLino" über den Rhein nach Weiß über.