Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Abendrothstr.

Länge
169 m
Hausnummern
50769: ungerade 5–13, gerade 8–24
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Stadtteil
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Die Abendrothstraße in Seeberg geht von der Karl-Marx-Allee bis zum Wilhelm-Ewald-Weg und ist ein Füßgängerweg, der als Zugang zu den dortigen Mehrfamilienhäusern dient. Benannt nach Hermann Paul Maximilian Abendroth, Dirigent und Musikpädagoge; Gürzenichkonzertleiter; Direktor des Konservatoriums; Mitglied der NSDAP seit 1.5.1937 (1944 in die NS-Liste der „Gottbegnadeten" Dirigenten aufgenommen); seine letzte Ruhestätte fand er auf dem Ehrengräberfeld des Historischen Friedhofs in Weimar; die Post der DDR würdigte ihn mit einer Portrait-Briefmarke (22.11.1957/20 Pfennig).

Benannt nach Hermann Abendroth (19. Januar 1883 in Frankfurt am Main – 29. Mai 1956 in Jena), deutschem Dirigenten und Chefdirigenten des Kölner Gürzenich-Orchesters. Abendroth wurde 1915 Generalmusikdirektor in Köln und leitete von 1915-1934 das Gürzenich-Orchester, dazu war er Direktor der Kölner Hochschule für Musik. 1934 wurde er von den Nationalsozialisten von beiden Ämtern entlassen und ging als Gewandhauskapellmeister nach Leipzig. Nach 1945 leitete er bedeutende Orchester in der DDR (u.a. Weimar, Berliner Rundfunk-Sinfonieorchester). Mit Abendroth verbindet Köln den "goldenen Brückenschlag" zwischen Wiener Klassik und der musikalischen Moderne der 1920er Jahre.

Quellen: