Adam-Stegerwald-Str.
Die Adam-Stegerwald-Straße in Mülheim liegt in der gleichnamigen Adam-Stegerwald-Siedlung. Adam Stegerwald (1874-1945) war ein deutscher Politiker, preußischer Reichsminister und Mitbegründer der CSU. Die Stegerwaldsiedlung als erstes Bauvorhaben der DEWOG (Deutsche Wohnungsbau Gesellschaft) ist die älteste Großsiedlung Kölns nach dem 2. Weltkrieg und versorgt bis heute breite Bevölkerungsschichten mit preiswertem Wohnraum.
Frühere Bezeichnung: Stegerwaldstraße
Adam Stegerwald war Politiker der Zentrums-Partei, 1919 - 1921 preußischer Wohlfahrtsminister; 1921 preußischer Ministerpräsident; 1929 Reichsverkehrsminister; I930 - 1932 Reichsarbeitsminister; Vorsitzender des Allgemeinen Deutschen Gewerkschaftsbundes, Mitbegründer der CSU 1945; er wurde auf dem Hauptfriedhof von Würzburg (Bayern) bestattet
Benannt nach Adam Stegerwald (1874–1945), christlich-sozialem Politiker und Mitbegründer der bundesdeutschen CDU/CSU. Stegerwald wurde in Greußenheim bei Würzburg geboren und kam 1903 als Generalsekretär des neu gegründeten Verbandes der christlichen Gewerkschaften nach Köln, wo er die christlich-soziale Arbeiterbewegung im Rheinland aufbaute. In der Weimarer Republik bekleidete er kurzzeitig (1921) das Amt des preußischen Ministerpräsidenten, war preußischer Wohlfahrtsminister und Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes; von 1920 bis 1933 saß er als Reichstagsabgeordneter der Zentrumspartei im Parlament. Stegerwalds Lebenstraum, alle Christen — Katholiken und Protestanten — in einer großen Volkspartei zu vereinen, ging mit der Gründung der CDU/CSU 1945 wenige Wochen vor seinem Tod in Erfüllung. Die nach ihm benannte Stegerwaldsiedlung in Mülheim wurde nach dem Zweiten Weltkrieg vom Christlichen Wohnungsbau errichtet — sie liegt zentral auf 17 Hektar im Stadtteil und gilt heute als „Kölns smartestes Veedel" (EU-Smart-City-Projekt GrowSmarter).