Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Albin-Köbis-Str.

Länge
514 m
Hausnummern
51147: ungerade 1–17, gerade 2–18
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Albin Köbis (1892-1917), Matrose der Kaiserlichen Marine und gemeinsam mit Max Reichpietsch Anführer der Matrosenrebellion 1917. Köbis war auf der SMS Prinzregent Luitpold stationiert und führte am 2. August 1917 mehrere hundert Mann der Schiffsbesatzung ohne Erlaubnis von Bord; nachdem das Tor der Kaiserlichen Werft Wilhelmshaven gewaltsam geöffnet worden war, marschierten die Matrosen unter Köbis' Führung in die Stadt. Hintergrund waren Hungerprotesten gegen die ungleiche Verpflegung von Mannschaften und Offizieren, die Köbis bereits seit Wochen zusammen mit Reichpietsch organisiert hatte – und die in der Mannschaft als Hoffnung auf einen friedlichen Frieden ohne Annexionen verstanden wurde. Am 26. August 1917 wurde Köbis vom Kriegsgericht zum Tode verurteilt und am 5. September 1917 auf dem Truppenübungsplatz Köln-Wahn erschossen – gemeinsam mit Reichpietsch. Die ungerechtfertigte Hinrichtung machte beide zu Märtyrer-Symbolen der späteren Novemberrevolution; in der DDR und in der Geschichte der deutschen Arbeiterbewegung gehören sie zu den fest verankerten Erinnerungsfiguren.

Quellen:

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