Anna-Lindh-Str.
Benannt nach Anna Lindh (1957–2003), schwedischer sozialdemokratischer Politikerin und Außenministerin Schwedens von 1998 bis 2003. Lindh galt als kommende Hoffnungsträgerin der schwedischen Sozialdemokratie und engagierte sich besonders für eine pazifistische Außenpolitik, Menschenrechte und die EU-Erweiterung. Am 10. September 2003, vier Tage vor dem schwedischen Volksentscheid über die Einführung des Euro, wurde sie im Stockholmer Kaufhaus Nordiska Kompaniet von dem 25-jährigen Mijailo Mijailović ohne politisches Motiv niedergestochen — sie starb am Morgen darauf im Karolinska-Krankenhaus. Wie schon die Ermordung Olof Palmes 1986 erschütterte ihr Tod das Selbstverständnis Schwedens als sicheres, offenes Land. Die Anna-Lindh-Str. ist eine der wenigen Kölner Straßen, die nach einer ausländischen Politikerin des 21. Jahrhunderts benannt wurden.
Quellen: