Auf dem Acker
Lokaler Flurname mit Bezug auf die ehemals landwirtschaftliche Nutzung der heutigen Straße. "Acker" bezeichnet im rheinischen Sprachgebrauch die mit Pflug bewirtschaftete Ackerfläche, im Unterschied zur Wiese (Heu/Mahd) und zum Garten (intensiv genutzt, eingefriedet). In den Wahner Dörfern war die Dreifelderwirtschaft bis ins 19. Jahrhundert die übliche Anbauform: ein Feld trug Wintergetreide, eines Sommergetreide, eines lag brach. Der überwiegend sandig-lehmige Boden Wahns eignete sich gut für Roggen, Hafer und Gerste – wovon die parallelen Straßennamen Im Roggenfeld, Im Haferfeld, Im Gerstenfeld und Im Weizenfeld deutlich zeugen. „Auf dem Acker" ist Teil dieses geschlossenen Acker-Felder-Quartiers, das die agrarische Vorgeschichte Wahns im modernen Strassenbild konserviert.
Quellen: