August-Sander-Park
Benannt nach August Sander (1876–1964), deutschem Porträt- und Dokumentarfotografen und einem der einflussreichsten Fotografen des 20. Jahrhunderts. Sander arbeitete von 1909 bis zu seinem Tod in Köln. Sein Lebenswerk ist die monumentale Serie „Menschen des 20. Jahrhunderts" — ein soziologisches Großporträt der Weimarer Republik in sieben Gruppen (Bauer, Handwerker, Frau, Stände/Klassen, Künstler, die Großstadt, die Letzten Menschen). Sein Buch „Antlitz der Zeit" (1929) wurde 1936 von den Nationalsozialisten verboten und die Druckplatten zerstört. Während des Krieges versteckte Sander rund 40.000 Negative in seinem Westerwald-Haus; ein großer Teil davon ging 1946 trotzdem durch ein Feuer verloren. 1953 verkaufte er 408 Aufnahmen seiner Köln-Serie an das Kölnische Stadtmuseum; sie erschienen postum als „Köln wie es war" (1988). Sein Werk ist heute im Photographische Sammlung der SK Stiftung in Köln-Mediapark.
Quellen: