Bleichstr.
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Die Bleichstraße erinnert an das Mülheimer Bleichgewerbe, eine vor-industrielle Gewerbeform, die in Mülheim entlang der Strunde (siehe Bachstr.) eine wichtige Rolle spielte. Bleichmühlen waren auf strömendes, sauberes Wasser angewiesen — die rohen Gewebe (Leinen, später Baumwolle) wurden auf Bleichwiesen ausgelegt und mit Wasser besprenkelt, durch Sonnenlicht und Pottasche allmählich aufgehellt. Da die Andreäs (siehe Andreästr.) und andere Mülheimer Textilproduzenten seit dem 18. Jahrhundert auf Veredelungsstufen wie das Bleichen angewiesen waren, gehörte das Gewerbe lange zu den prägenden Branchen des Mülheimer Bachtals. Der Straßenname konserviert die Erinnerung an dieses heute völlig verschwundene Handwerk.
Quellen: