Christine-Teusch-Platz
Benannt nach Christine Teusch (1888–1968), gebürtige Ehrenfelderin und einer Pionierin der deutschen Politik- und Frauengeschichte. Nach dem Abitur an der Kölner Königin-Luise-Schule und Lehrerinnenausbildung begann sie 1913 als Volksschullehrerin in Köln. Bereits mit 31 Jahren wurde sie 1919 als jüngstes Mitglied der Weimarer Nationalversammlung gewählt; bis 1933 gehörte sie für die Zentrumspartei dem Reichstag an. In der NS-Zeit hielt sie heimlich Kontakt zu den christlichen Gewerkschaften und dem „Kölner Kreis" um den 1945 ermordeten Nikolaus Groß. Nach dem Krieg, von 1947 bis 1954, war sie Kultusministerin in Nordrhein-Westfalen und damit die erste Ministerin in der deutschen Geschichte. Sie sitzt von 1947 bis 1966 im Düsseldorfer Landtag. Ihr Grab befindet sich auf dem Melaten-Friedhof.
Quellen: