Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Deutschordensstr.

Länge
114 m
Hausnummern
51067: ungerade 3–11, gerade 2–18
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Stadtteil
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Benannt nach dem Deutschen Orden (lateinisch Ordo Teutonicus, offiziell „Brüder vom Deutschen Haus St. Mariens in Jerusalem") — einem der drei großen geistlichen Ritterorden des Mittelalters neben den Templern und Johannitern. Der Orden wurde 1190 während des Dritten Kreuzzugs vor Akkon gegründet, ursprünglich als Hospitalbruderschaft für deutschsprachige Pilger; 1198 wurde er zum Ritterorden erhoben. Sein historisch bedeutsamstes Wirken entfaltete der Orden allerdings nicht im Heiligen Land, sondern an der baltischen Ostseeküste: ab 1230 eroberten die Deutschritter unter dem Hochmeister Hermann von Salza Preußen und Livland und errichteten dort einen Ordensstaat mit Marienburg als Hauptsitz (siehe Hochmeisterstr., Kniprodestr.). Die Buchheimer Deutschordensstraße gehört zum Ritterordens-Quartier, das nach Bebauungsplan von 1902 als Ensemble mit Tempelherren-, Johanniter-, Malteser-, Hochmeister- und Kniprodestraße angelegt wurde — eine in dieser Konzentration ungewöhnliche Würdigung des Mittelalter-Themas im Kölner Stadtbild.

Quellen: