Formesstr.
Benannt nach Karl Johann Franz Formes (1815–1889), in Mülheim am Rhein geborenem Opernsänger und einem der bedeutendsten Bässe des 19. Jahrhunderts. Sein Vater war Sakristan an der katholischen Kirche von Mülheim — der junge Formes lernte zunächst im Kirchenchor singen, perfektionierte Orgel- und Gitarrenspiel und debütierte am 6. Januar 1842 in Köln als Sarastro in Mozarts Zauberflöte. Über Mannheim und die Wiener Hofoper (1845–1848) — wo er bei Giovanni Basadonna die italienische Belcanto-Technik studierte — gelangte er 1849 nach London (Drury Lane) und ab 1850 ans Covent Garden, wo er zur Galionsfigur wurde. Mehrere Rollen wurden eigens für seine Stimme komponiert, darunter Plunkett in Flotows Martha. Ab 1875 lebte er aus Gesundheitsgründen in San Francisco, wo er 1889 als Gesangslehrer starb. Formes ist mit Karl Brisch und Hermann Eulenberg einer der drei in Mülheim geborenen Persönlichkeiten von internationalem Rang, die in Mülheimer Straßennamen geehrt werden.
Quellen:
Interessantes in der Straße
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.