Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Gaußstr.

Länge
291 m
Hausnummern
51063: ungerade 7–31, gerade 2–38
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Stadtteil
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Benannt nach Carl Friedrich Gauß (1777–1855), „princeps mathematicorum" — dem „Fürsten der Mathematiker", einem der bedeutendsten Mathematiker, Astronomen, Geodäten und Physiker der Geschichte. Gauß wurde in Braunschweig als Sohn eines Maurers geboren und galt schon als Kind als Wunderknabe; mit 18 bewies er als Erster die Möglichkeit, das regelmäßige 17-Eck mit Zirkel und Lineal zu konstruieren. 1807 wurde er Professor und Direktor der Sternwarte in Göttingen, wo er bis zu seinem Tod blieb. Sein wissenschaftliches Werk umspannt fast alle Gebiete der reinen und angewandten Mathematik: Methode der kleinsten Quadrate, Gaußsche Verteilung (Glockenkurve), Gauß-Algorithmus, Differentialgeometrie, Zahlentheorie. Ab 1831 forschte er gemeinsam mit Wilhelm Eduard Weber über den Erdmagnetismus und erfand 1833 mit ihm den ersten elektromagnetischen Telegraphen. Die SI-Einheit der magnetischen Flussdichte (im CGS-System) trägt seinen Namen. Gauß steht typologisch in der Tradition des nahen Buchforster Naturwissenschaftler-Quartiers (siehe dort), bildet hier in Mülheim aber einen einzelnen Akzent.

Quellen:

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