Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
3 Denkmale

Genovevastr.

Länge
539 m
Hausnummern
51065: ungerade 1–9, gerade 2–40 | 51063: ungerade 63–71, gerade 46–94
Fotografien
4 Bilder
Stadtteil
2011

Benannt nach der legendären Genoveva von Brabant, einer der populärsten Frauenfiguren der mittelalterlich-frühneuzeitlichen Volksliteratur. Nach der Legende war Genoveva (lebte angeblich um 730–750) Tochter eines Herzogs von Brabant und Gattin des Pfalzgrafen Siegfried von Mayen. Während ihr Mann mit Karl Martell gegen die Sarazenen zog, verleumdete sein treuloser Haushofmeister Golo sie der Untreue; Siegfried befahl ihre Hinrichtung, doch der Henker ließ sie aus Mitleid in den Ardennen-Wald entkommen. Sechs Jahre lang lebte Genoveva mit ihrem dort geborenen Sohn von einer Hindin gesäugt im Wald, bis Siegfried sie auf der Jagd wiederfand und voll Reue heimführte. Historisch ist Genoveva höchstwahrscheinlich eine reine Sagenfigur. In Köln-Mülheim erinnert der Genovevabrunnen mit lebensgroßer Skulpturengruppe (Genoveva mit Kind und Hindin) — 1914 vom Bildhauer Adalbert Hertel auf Bestellung der Witwe Heinrich Martins, einer Mülheimer Fabrikantenwitwe, errichtet — an die Heilige; die Brunnenanlage steht zwischen Genovevastraße und Clevischem Ring. Auch das benachbarte Genoveva-Gymnasium (ehemals Mülheimer städtisches Lyceum) und ein Schwimmbad sind nach ihr benannt.

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