Georg-Fritze-Weg
Benannt nach Georg Fritze (1874-1939), evangelischem Pfarrer der Kölner Kartäuserkirche, Sozialdemokraten und NS-Widerstandskämpfer der Bekennenden Kirche. Fritze war als "Roter Pfarrer von Köln" bekannt: Er kritisierte öffentlich Faschismus, Rassismus und Gewalt, prangerte das Schweigen der Kirche zur Judenverfolgung an und verweigerte den "Hitler-Eid". Ab 1933 stand er auf Seiten der Bekennenden Kirche und informierte zusammen mit Hans Encke über den Kirchenkampf. 1938 wurde er aus dem Amt entfernt, 1939 starb er "isoliert und unerkannt" an den Folgen eines Schlaganfalls. Seit 1981 verleiht der Kirchenkreis Köln-Mitte die "Pfarrer-Georg-Fritze-Gedächtnisgabe" an Personen und Institutionen, die sich für Opfer von Diktatur und Menschenrechtsverletzungen einsetzen. Der Weg gehört zum NS-Widerstand-Cluster Seebergs.
Quellen: