Germaniastr.
Benannt nach der Germania — der allegorischen Personifikation Deutschlands, die im 19. Jahrhundert nach den Befreiungskriegen und besonders nach der Reichsgründung 1871 zum politisch-kulturellen Identifikationssymbol des jungen Deutschen Reiches wurde. Die Germania wurde regelmäßig dargestellt als wehrhafte Frau mit Eichenkranz, Schwert und schwarz-rot-goldenem Banner; berühmt sind die Germania-Standbilder am Niederwald-Denkmal bei Rüdesheim (1883) und auf der Hohenzollernbrücke in Köln. Die Buchheimer Germaniastraße ist Teil des nationalpatriotischen Namensschatzes, der ab dem späten 19. Jahrhundert das Stadtbild der wachsenden preußischen Vororte prägte; in Buchheim steht sie in der unmittelbaren Umgebung des Schlesien-Quartiers — Schlesien war eine der wichtigsten preußischen Provinzen und damit ein zentraler Bezugsraum dieser nationalen Tradition.
Quellen: