Giselherweg
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Benannt nach Giselher, dem jüngsten der drei Burgunder-Könige im Nibelungenlied. Giselher gilt im Epos als der unschuldigste und sympathischste der drei Brüder; er steht in keiner direkten Mitschuld am Mord an Siegfried und wird Kriemhilds engster verbliebener Bruder. Am Hunnenhof verlobt er sich mit der Tochter Rüdegers von Bechelaren, was die emotionale Tragödie der Schlachtszenen zusätzlich aufladdet. In der großen Saalschlacht fällt der junge Giselher schließlich in einem Zweikampf gegen den Hunnenkrieger Wolfhart. Sein Tod unterstreicht die unerbittliche Logik der Tragödie: selbst die Unschuldigsten gehen unter. Historisch könnte die Figur auf den merowingischen König Giselher (5. Jahrhundert) zurückgehen.
Quellen: