Gottfried-Hagen-Str.
Benannt nach Gottfried Hagen (1846–1920), einem Kölner Industriellen und Pionier der Akkumulator-Herstellung. Hagen übernahm den 1829 in der Kölner Altstadt gegründeten Familienbetrieb (Metallhandel und Bleiröhrenfabrik) und begann 1884 mit der Herstellung von Bleibatterien (technisch „Akkumulatoren") – der Boom der öffentlichen Gas- und Wasserwerke und später der Stromversorgung schuf einen rasch wachsenden Markt für Pufferbatterien großer Elektrizitätswerke. 1890 errichtete Hagen südlich von Kalk eine große Giesserei mit zwei Werkshallen, aus der sich die Akkumulatorenfabrik Gottfried Hagen AG entwickelte. Um 1900 versorgte sie Strassenbahnen, U-Bahnen und Elektrofahrzeuge in ganz Europa und unterhielt Niederlassungen in Berlin, Hamburg, München, Frankfurt, Dortmund, Hannover, Karlsruhe, Königsberg, Leipzig und Stuttgart. Im Zweiten Weltkrieg schwer zerstört, ging das Werk 1983 in Konkurs – das Areal ist heute der Hagen-Campus mit Technologiezentrum. Mehrere Werksgebäude stehen unter Denkmalschutz.
Quellen: