Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
8 Denkmale

Graf-Adolf-Str.

Länge
547 m
Hausnummern
51065: ungerade 3–95, gerade 2–72
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Stadtteil
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Benannt nach Graf Adolf VI. von Berg (regierte 1308–1348), dem Grafen, der den Aufstieg Mülheims zur Bergischen Stadt einleitete. Am 11. Februar 1322 verlieh Adolf der bis dahin dörflichen Siedlung Mülheim weitreichende Freiheitsrechte: Befreiung von allen Steuern und Diensten, das Recht auf ein eigenes Hochgericht und in der Folge das Marktrecht. Mit dieser Privilegierung schuf er einen Bergischen Konkurrenzort gegen das benachbarte Köln, dem er die wirtschaftliche Souveränität bewusst beschnitt — Mülheim entwickelte sich in den folgenden Jahrhunderten zu einer prosperierenden Hafen- und Handelsstadt am Rhein. Adolf VI. blieb kinderlos und regelte die Erbfolge frühzeitig: 1320 sicherte er seiner ältesten Schwester Margareta und ihren Erben die Herrschaft des Grafentums Berg zu. Nach seinem Tod 1348 fiel Berg an seine Nichte und damit an die Grafen von Jülich — das Geschlecht der bergisch-limburgischen Grafen erlosch in männlicher Linie. Insgesamt erhielt Mülheim zwischen 1322 und 1730 zwölf fürstliche Bestätigungen seiner Sonderrechte; 1652 kam das Marktrecht für drei Märkte hinzu.

Quellen:

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