Guilleaumestr.
Benannt nach der rheinischen Industriellenfamilie Guilleaume, die mit ihrem Mülheimer Carlswerk (siehe Mülheim: Carlswerkstr.) einen der bedeutendsten Industriebetriebe des Rheinlandes betrieb. Die Wurzeln reichen zurück auf Carl Franz Guilleaume († 1837), der 1820 mit seinem Schwiegervater Johann Theodor Felten in Köln die Firma Felten & Guilleaume gründete; seine Söhne Emil und Franz Carl errichteten 1872 das nach dem Vater benannte „Carlswerk" auf dem rechten Rheinufer in Mülheim, das 1874 in Produktion ging. Im Carlswerk wurde 1904 das erste transatlantische Telefonkabel hergestellt, das Europa mit Nordamerika verband; 1929 die Tragseile der Mülheimer Brücke. In den 1960er-Jahren beschäftigte das Werk 23.560 Mitarbeiter. Die Guilleaumestraße in Buchheim verläuft im Grenzbereich zu Mülheim und unterstreicht die unmittelbare Nähe Buchheims zum industriellen Schwerpunktraum der Familie.
Quellen: