Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
25 Denkmale

Hacketäuerstr.

Länge
440 m
Hausnummern
51063: ungerade 5–35, gerade 20–94
Fotografien
3 Bilder
Stadtteil
2012

Benannt nach den berühmten Mülheimer Hacketäuern. Der Name geht zurück auf das 53. Infanterie-Regiment „Hacke", dessen Mülheimer Kaserne — die Hacketäuer-Kaserne — 1897 zwischen der heutigen Hacketäuerstraße, Von-Sparr-Straße und Tiefentalstraße fertiggestellt wurde und bis 1918 über 4.000 Soldaten beherbergte. „Hacke Tau" — niederdeutsch und kölsch für „hau drauf" — wurde zum Spitznamen der Truppe und ging über die Soldaten in den Mülheimer Volksmund über: ein Hacketäuer ist seit dem späten 19. Jahrhundert der Begriff für einen rauen, ehrlichen, herzlich-derben Mülheimer. Nach Auflösung der Garnison 1918 dienten die Kasernengebäude als Notunterkünfte, später als Schule und Wohnsiedlung. Im Februar 1946 fand in einem erhalten gebliebenen Saal der Hacketäuer-Kaserne die erste Karnevalsveranstaltung Kölns nach dem Krieg statt — der Begriff Hacketäuer ist seither untrennbar mit dem Mülheimer Karneval verbunden, und die Große Mülheimer Karnevalsgesellschaft trägt den Spitznamen ihrer Heimat selbstbewusst weiter.

Quellen:

Verbundene Baudenkmäler

Stolpersteine in dieser Straße

Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.