Heinrich-Bürgers-Str.
Benannt nach Heinrich Bürgers (1820–1878), Kölner Journalisten und enger Mitarbeiter von Karl Marx und Friedrich Engels. Bürgers gehörte zum Kreis der Neuen Rheinischen Zeitung, die Marx 1848/49 in Köln herausgab; er war Mitglied des Kölner Arbeitervereins und der Kölner Kommunistenliga. Im sogenannten Kölner Kommunistenprozess (1852) — einem der ersten politischen Schauprozesse der Restaurationszeit — gehörte er zu den zwölf Angeklagten. Bürgers wurde verurteilt und saß sechs Jahre im Gefängnis. Nach seiner Entlassung wandte er sich von Marx ab und arbeitete als bürgerlicher Journalist für die Rheinische Zeitung und die Düsseldorfer Zeitung. Im Ossendorfer 1848er-Cluster bildet er — mit Willich, Raveaux und Anneke — den Vier-Personen-Bezug auf die rheinische Demokratiegeschichte.
Quellen: