Im Linder Bruch
Lokaler Flurname mit Bezug auf das Linder Bruch, jene großflächige sumpfige Niederung im südlichen Linder Gemarkungsteil, die über Jahrhunderte das Bild des Stadtteils mitbestimmte. Im rheinischen Tiefland sind Brüche Niederungen mit hohem Grundwasserstand, oft mit Erlen-, Birken- und Ohrweiden-Bestand sowie Schilf, Torf und Sumpfgräsern bewachsen; sie waren landwirtschaftlich nur für Sommer-Mähweiden und Torfstich nutzbar. Mit der Industrialisierung im 19. und 20. Jahrhundert wurden weite Teile des Linder Bruchs entwässert; die Sprengstoffwerksanlagen (1882-1918) und später das DLR-Areal (ab 1962) wurden zum Teil auf trockengelegten Bruchflächen errichtet. Die Straße ist mit über 60 Hausnummern eine der längeren Wohnstraßen Linds und konserviert den historischen Landschaftscharakter.
Quellen: