Im Roggenfeld
Lokaler Flurname mit Bezug auf den Anbau von Roggen (Secale cereale) auf den Wahner Äckern. Roggen war jahrhundertelang das Hauptgetreide Mittel- und Nordeuropas: anders als der anspruchsvollere Weizen gedeiht er auch auf sandigen, sauren und nährstoffarmen Böden – wie sie auch im rechtsrheinischen Köln vorherrschen. Aus Roggen wurde das typische deutsche Schwarzbrot gebacken, das bis weit ins 20. Jahrhundert das wichtigste Grundnahrungsmittel der mitteleuropäischen Bevölkerung war. In der Dreifelderwirtschaft wurde Roggen als Wintergetreide im September/Oktober ausgesät und im Juli/August geerntet. Die Wahner Sandböden eigneten sich besonders gut für den Roggenanbau. Das Roggenfeld ergänzt zusammen mit Hafer-, Gersten- und Weizenfeld das vollständige Wahner Getreide-Quartier.
Quellen: