Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Johannes-Albers-Str.

Länge
513 m
Hausnummern
50767: ungerade 1–75, gerade 2–56
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Stadtteil
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Benannt nach Johannes Albers (8. März 1890 in Mönchengladbach – 8. März 1963 in Köln), christlichem Gewerkschafter, NS-Widerstandskämpfer und Mitgründer der CDU. Albers war gelernter Schriftsetzer, trat 1908 dem Kolpingwerk und 1909 den Christlichen Gewerkschaften bei und war ab 1919 hauptamtlicher Sekretär in Köln; von 1924-1933 sass er als Zentrums-Stadtverordneter in Köln. Ab 1934 gehörte er dem kirchlichen Widerstandskreis um Otto Müller (KAB) im Kölner Ketteler-Haus an und stand über Jakob Kaiser und Pater Alfred Delp mit dem Kreisauer Kreis in Verbindung. Im Oktober 1944 verhaftet, im April 1945 vom Volksgerichtshof zu drei Jahren Zuchthaus wegen Hochverrats verurteilt – gerettet durch das Kriegsende. Nach 1945 Mitgründer von CDU und DGB, 1947-1949 und 1958-1963 Bundesvorsitzender der CDU-Sozialausschüsse (CDA). Albers verkörpert wie kaum ein Zweiter den christlich-sozialen Flügel des deutschen Widerstands und der jungen Bundesrepublik.

Quellen: