Kniprodestr.
Benannt nach Winrich von Kniprode (um 1310–1382), dem berühmtesten und am längsten amtierenden Hochmeister des Deutschen Ordens (1351–1382, über 30 Jahre). Bemerkenswert für Köln: Kniprode stammte aus dem Niederrhein bei Köln — sein Familiensitz war die Burg Kniprath bei Monheim (heute Kreis Mettmann), wenige Kilometer nördlich von Köln. Über die Komtureien Danzig (1338), Balga (1342) und das Großkomturat (1346) stieg er bis zum Hochmeisteramt auf, das er nach dem krankheitsbedingten Rücktritt Heinrich Dusemers am 14. September 1351 übernahm. Seine 30-jährige Regentschaft auf der Marienburg gilt als goldenes Zeitalter des Ordensstaates Preußen: politisch durch Bündnisse mit dem Heiligen Römischen Reich, wirtschaftlich durch den Handel über die Hansestädte, kulturell durch die Förderung von Schulwesen, Bauten und höfischer Kultur. Kniprode ließ die Marienburger Mittelburg vollenden und die Stadtmauern errichten. Er starb am 24. Juni 1382 und wurde in der Annengruft der Marienburg beigesetzt. Die Buchheimer Kniprodestraße ehrt damit eine der wenigen rheinischen Persönlichkeiten von gesamteuropäischem mittelalterlichem Rang — und sie verbindet die rheinische Heimat des Hochmeisters mit dem benachbarten Schlesien-Quartier.
Quellen: