Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Laurentius-Siemer-Str.

Länge
80 m
Hausnummern
50767: ungerade 1a–7, gerade 2–22
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Stadtteil
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Benannt nach Pater Laurentius Siemer OP (Josef Siemer, 28. Mai 1888 in Ramsloh/Saterland – 22. April 1956 in Walberberg), Provinzial der deutschen Dominikaner-Provinz Teutonia 1932-1946 und einer der wichtigsten Figuren des katholischen Widerstands gegen den Nationalsozialismus. Siemer kritisierte schon zu Ostern 1933 in der Zentrumszeitung Germania öffentlich die NS-Rassenideologie als "Entartung" und stellte das Dominikanerkloster Walberberg bei Bornheim südlich Kölns ab 1941 für konspirative Treffen des Kölner Kreises zur Verfügung. Diesem Widerstandskreis gehörten u.a. Otto Müller, Nikolaus Groß, Bernhard Letterhaus, Jakob Kaiser, Andreas Hermes, Johannes Albers (vgl. Johannes-Albers-Str.) und Christine Teusch an. Im Steckbrief der Gestapo nach dem 20. Juli 1944 hiess es: "Gesucht: Provinzial des Dominikanerordens Josef Siemer, genannt Pater Laurentius, der bei der Vorbereitung des Attentats auf den Führer führend war." Siemer überlebte versteckt im Untergrund. Nach 1945 Mitgründer der politischen Wochenzeitschrift "Die Neue Ordnung" und Mitarchitekt der katholischen Soziallehre der jungen Bundesrepublik.

Quellen: