Lichtenbergstr.
Benannt nach Georg Christoph Lichtenberg (1742–1799), Physiker, Mathematiker und Schriftsteller in Göttingen — eine Doppelbegabung, die ihn zum „Begründer der experimentellen Physik in Deutschland" wie zum „Vater des deutschsprachigen Aphorismus" machte. Ab 1770 war Lichtenberg Professor für Mathematik und experimentelle Physik in Göttingen; 1777 entdeckte er die nach ihm benannten „Lichtenberg-Figuren" — verzweigte geometrische Muster, die durch elektrische Entladungen entstehen — und stellte die Bipolarität der elektrischen Ladung fest. Posthum erschienen seine „Sudelbücher", eine über Jahrzehnte gefüllte Sammlung scharfsinniger und oft beißend witziger Aphorismen, die zu den großen Werken deutscher Prosa gehören. Im Neuehrenfelder Wissenschaftlerquartier ist er der Vertreter der Aufklärungsphysik des 18. Jahrhunderts.
Quellen: