Magazinstr.
Benannt nach den Magazinen – den militärischen Lagerhäusern für Munition, Verpflegung, Ausrüstung und Ersatzteile, die zum Schiessplatz Wahn gehörten. Im preußischen Militärwesen waren Proviantmagazine, Munitionsmagazine und Bekleidungsmagazine standardmässig auf jedem grösseren Truppenübungsplatz angeordnet; sie versorgten die übenden Truppen über Tage und Wochen. Ihre räumliche Geschlossenheit und Sicherung waren wesentliche Aspekte der Militär-Logistik. Mit der Aufgabe des Schiessplatzes als Truppenübungsplatz nach 1918 (zunächst belgische Besatzung, ab 1937 wieder deutsche Wehrmacht, ab 1939 Fliegerhorst) verlagerte sich die Funktion; die Straße aber blieb. Die Magazinstr. wird durch die Alte Magazinstr. ergänzt, was auf historisch unterschiedliche Generationen von Magazingebäuden verweist.
Quellen: