Ottostr.
Nikolaus August Otto (1831-1891) Ingenieur, Erfinder des Ottomotors (Viertaktmotor), Gründer der Gasmotorenfabrik Deutz (Ausgangspunkt der weltweiten Motorisierung)
Zwischen der Subbelrather Straße und der Nußbaumerstraße
Auf der Ottostraße entstand 1871 das erste Haus des heutigen Stadtteils Neuehrenfeld — die Straße markiert damit den Geburtsort des „neuen" Ehrenfelds, das ab den 1870er Jahren über das alte Subbelrath hinauswuchs. Nach Hausnummer 85 errichtete die jüdische Gemeinde 1907/08 das „Israelitische Asyl für Kranke und Altersschwache" nach Plänen des Berliner Architekten Wilhelm Winkler — Krankenhaus, Altenheim, Schwesternhaus und Wirtschaftsgebäude in einem Komplex. In der NS-Zeit wurde das Haus zum Sammellager: am 15. Juni 1942 wurden hier untergebrachte jüdische Patienten nach Theresienstadt deportiert. Bereits einen Tag nach Kriegsende versammelten sich die wenigen Überlebenden in der Ruine. 2004 öffnete in den ehemaligen Asylbauten das Jüdische Wohlfahrtszentrum mit Synagoge, Kindergarten, Grundschule und Altenheim. Die Ottostr. ist damit einer der bedeutendsten jüdischen Erinnerungsorte Kölns.