Präses-Richter-Platz
Benannt nach Heinrich Richter (* 23. Dezember 1898 in Mülheim am Rhein, † 1945 KZ Dachau), katholischem Priester und Mülheimer Märtyrer der NS-Zeit. Richter wirkte als Diözesan-Präses der Kölner Kolpingsfamilien — eine Funktion, die ihn an die Spitze der katholischen Gesellen- und Handwerker-Bewegung im Rheinland brachte. Er war einer der unbeugsamen kirchlichen Kritiker des nationalsozialistischen Regimes; nach seiner Verhaftung wurde er ins KZ Dachau verschleppt, wo er 1945 — wenige Monate vor der Befreiung — umkam. Heinrich Richter zählt zu den von der Erzdiözese Köln offiziell als „Kölner Märtyrer" erinnerten Geistlichen des 20. Jahrhunderts. Der nach ihm benannte Mülheimer Platz hält die Erinnerung an einen in Mülheim geborenen, in Mülheim aufgewachsenen und für seinen Glauben gestorbenen Priester wach.
Quellen: