Rolandstr. (Porz)
Benannt nach Roland, dem Helden des altfranzösischen "Rolandsliedes" (um 1100, deutsche Bearbeitung des Pfaffen Konrad um 1170). Roland war ein historischer Pfalzgraf an Karls des Großen Hof – im Sommer 778, beim Rückzug aus Spanien, wurde Karls Nachhut in den Pyrenäen-Pässen von Vasconen (Basken) überfallen und vernichtet; unter den Gefallenen war auch Hruodland, ein hoher Beamter Karls. Aus dieser realen Episode wurde im Hochmittelalter eines der bedeutendsten Heldengedichte der Weltliteratur: Roland kämpft mit seinem Schwert Durendal und seinem Olifanten-Hornsignal heroisch gegen die anstürmenden Sarazenen, bläst sein Horn so kraftvoll, dass ihm die Adern platzen, und stirbt schließlich auf dem Schlachtfeld – das vollkommene Bild des christlichen Ritters. Im deutschen Sprachraum sind die Rolandstatün auf vielen mittelalterlichen Marktplätzen (Bremen, Magdeburg, Halberstadt) Symbole städtischer Freiheit und Markt-Privilegien.
Quellen: