Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Tieckstr.

Länge
473 m
Hausnummern
50825: ungerade 1–83, gerade 2–102
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Stadtteil
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Benannt nach Ludwig Tieck (1773–1853), einem der Gründerväter der deutschen Romantik. Tieck wurde in Berlin als Sohn eines Seilers geboren, studierte in Halle, Göttingen und Erlangen und zog 1798 nach Jena, wo er mit August Wilhelm und Friedrich Schlegel sowie Novalis den Kern der Frühromantik bildete. Mit Sammlungen wie den „Volksmärchen von Peter Lebrecht" (1797) — darin „Der blonde Eckbert" und die Lustspielsatire „Der gestiefelte Kater" — eröffnete er die romantische Märchen- und Schauerliteratur. Als Übersetzer war er zentral für die deutsche Shakespeare-Rezeption. König Friedrich Wilhelm IV., der „Romantiker auf dem Thron", berief ihn 1841 nach Berlin zurück. Im Neuehrenfelder Dichterviertel verkörpert Tieck die literaturhistorisch früheste Schicht der Romantik.

Quellen: