Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
26 Denkmale

Von-Sparr-Str.

Länge
419 m
Hausnummern
51063: ungerade 1–37b, gerade 8–78
Fotografien
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Stadtteil
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Benannt nach Otto Christoph Freiherr von Sparr (1599/1605–1668), erstem brandenburg-preußischem Generalfeldmarschall. Sparr stammte aus einem märkischen Adelsgeschlecht und diente zunächst im Dreißigjährigen Krieg als kaiserlicher Offizier in Westfalen — er belagerte 1641 Essen und kämpfte am Niederrhein. Nach dem Westfälischen Frieden führte er 1649 die kurkölnische Armee in einem Feldzug gegen Lüttich — eine direkte Verbindung zur rheinischen Geschichte. Im Dezember desselben Jahres trat er in den Dienst des Großen Kurfürsten Friedrich Wilhelm von Brandenburg und baute dort die brandenburgisch-preußische Artillerie und das Pionierwesen auf. 1658 schlug er die Schweden, 1663–64 führte er das brandenburgische Kontingent gegen die Osmanen in Ungarn (für das er zum Reichsgrafen erhoben wurde). Sparr starb 1668 in Prenden bei Berlin — sein Grabmal in der Berliner Marienkirche schuf der berühmte Bildhauer Artus Quellinus. Die Mülheimer Von-Sparr-Straße liegt direkt an der ehemaligen Hacketäuer-Kaserne (siehe Hacketäuerstr.), zu der sie als militärisches Erinnerungsfeld passt.

Quellen:

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