Weimarer Platz
Benannt — wie die zugehörige Weimarer Straße — nach Weimar, der berühmten Kulturstadt in Thüringen, etwa 360 Kilometer östlich von Köln. Weimar wurde 1410 zur Stadt erhoben und gehörte ab 1547 zum Herzogtum Sachsen-Weimar. Den Status der „Stadt der deutschen Klassik" verdankt Weimar dem Wirken großer Geistesgrößen: Johann Wolfgang von Goethe lebte und wirkte hier von 1775 bis 1832; Friedrich Schiller schloss sich 1799 an; auch Johann Gottfried Herder, Christoph Martin Wieland, Franz Liszt, Walter Gropius (Bauhaus-Gründung 1919) waren Weimarer. 1919 wurde hier die Weimarer Republik ausgerufen — die erste deutsche Demokratie. Im 3. Reich entstand am Stadtrand das KZ Buchenwald. Heute ist Weimar UNESCO-Welterbe. Der Weimarer Platz wurde am 12. Januar 1922 als zentraler Platz des Höhenberger Thüringen-Quartiers benannt.
Quellen: