Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
9 Denkmale

Worringer Str.

Länge
291 m
Hausnummern
50668: ungerade 1–25, gerade 4–30
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Stadtteil
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Benannt nach dem heute zu Köln gehörenden Stadtteil Worringen im äußersten Norden (Stadtbezirk Chorweiler) — und damit zugleich Erinnerung an die Schlacht von Worringen am 5. Juni 1288, eine der größten Schlachten des deutschen Mittelalters. Auf der Fühlinger Heide nördlich von Köln trafen sich der Kölner Erzbischof Siegfried von Westerburg und Herzog Johann I. von Brabant im Streit um die Erbfolge im Herzogtum Limburg; der Erzbischof verlor — und mit ihm die geistliche Stadtherrschaft über Köln. Die Bürger von Köln, die Brabant unterstützt hatten, erlangten faktische Selbständigkeit; ein Großverbund Niederrhein und ein neues Machtgleichgewicht im Reich entstanden. Düsseldorf erhielt im selben Jahr Stadtrechte (1288). Worringen wurde 1922 nach Köln eingemeindet. Im Niederrhein-Cluster der Neustadt-Nord ist die Worringer Str. eine der historisch dichtesten Adressen — sie verweist nicht nur auf einen Ort, sondern auf das Schlüsselereignis der Kölner Stadtgeschichte zwischen Hochmittelalter und früher Neuzeit.

Quellen:

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