Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
№ DE_05315000_A_0486 Dresenhofweg 57 · Volkhoven/Weiler

Hofanlage

Typ
Gebäude
Baujahr
1771
Denkmal seit
1980
Stadtteil
Volkhoven/Weiler
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Der 1771 datierte Dresenhof, am Ortsrand von Weiler, ist ein herausragendes Baudenkmal im Sinne von § 2 Abs. 1 und 2 des Denkmalschutzgesetzes (DSchG NW). Das für die Qualifizierung als Baudenkmal notwendige öffentliche Interesse ist gegeben, da dieses Denkmal sowohl bedeutend für die Geschichte des Menschen und für Städte und Siedlungen ist als auch künstlerische, wissenschaftliche und städtebauliche Gründe für seine Erhaltung und Nutzung vorliegen. Das ergibt sich aus Folgendem:

Von ortsgeschichtlicher Bedeutung ist der noch in originaler Nutzung erhaltene Hof als Denkmal der Wirtschaftsstruktur Weilers, das erst 1922 als Teil der Bürgermeisterei Worringen nach Köln eingemeindet wurde. Das Ortsbild des bis dahin vorwiegend landwirtschaftlich geprägten Dorfes ist noch immer von mehreren Hofanlagen bestimmt (Georgshof, Hirschhof), von denen fast alle älteren Ursprungs sind und ehemals Kölner Klöstern und Stiften gehörten. Auf diese Weise ist auch der große Dresenhof ein besonderes, historisches Identifikationsmerkmal für den Ort und seine Bewohner.

Architekturgeschichtliche und künstlerische Bedeutung hat vor allem das zur Straße giebelständige, zweigeschossige, satteldachgedeckte Herrenhaus des 18. Jahrhunderts (1771). Aus mehreren Teilen bestehend hat es dreizehn Fensterachsen und drei (ursprünglich vier) Hauseingänge (Sprossenfenster der Altausstattung, Haustüren entstellend erneuert). Die Fenster und Türen sind mit leicht profilierter, schwärzlicher Basaltlava gerahmt; darüber je ein Entlastungsbogen (scheitrechter Sturz) im ansonsten undekorierten, roten Backsteinmauerwerk. Zu den Gärten der Außenseite mehrere neuere Fenster und Türdurchbrüche. An der zweiachsigen Giebelseite das Wappen der Stdt Köln; Wandgliederungen durch Eckpilaster und Dachgesims (vorgezogene Backsteinfriese). Die übrige Hofanlage sonst im Äußeren weitgehend original erhalten; im geschlossenen Geviert (mit modernem Stahltor) mehrere, vieltorige Lagerhäuser, Stallungen, offene Schuppen und die beherrschende, 1808 datierte große Scheune aus Backstein mit zwei großen, offenen, gemauerten Bogentoren und offenem, hohen, auf Mittelständern stehenden Dachstuhl. Im Inneren der Hofgebäude teilweise nutzungsbedingte Neueinbauten sowie Geschoßtrennungen durch moderne Betondecken oder ältere Preußische Kappen auf Gußeisenstützen des 19. Jahrhunderts.

Städtebaulich bedeutsam ist die breit gelagerte Hofanlage aus Backstein in Bezug auf kleinere, historische Backsteingebäude (19. Jahrhundert) der anderen Straßenseite sowie insgesamt in der sicht- und nachvollziehbaren Anbindung an den gegenüber liegenden, historischen Ortskern mit der Kirche Alt St. Cosmas und Damian und dem Georgshof in einer muldenartigen Geländesenke; von dort ist der Dresenhof ein unersetzlicher, markanter Blickfang, der die historische Ortsgestalt erfahrbar macht.

Detail-Daten · Denkmalliste der Stadt Köln

Baudenkmalnr.
DE_05315000_A_0486
Typ
Gebäude-Denkmal
Bezeichnung
Hofanlage
Adresse
Dresenhofweg 57 , 50765 Köln
Stadtteil
Volkhoven/Weiler
Baujahr
1771
Eigentum
städtisches / öffentliches Eigentum
Denkmal seit
01.07.1980
Koordinaten
51.02509° N, 6.88217° E