Wohn- u. Geschäftshaus
Im letzten Weltkrieg wurde die Altstadt zu über 50 % zerstört. Das Haus ist ein baugeschichtliches Zeugnis der Kölner Altstadt; es gehört zum Restbestand der wenigen noch vorhandenen Bauwerke. Im Zeitalter der Industrialisierung erlebte Köln einen wirtschaftlichen Aufschwung. Ein rascher Bevölkerungszuwachs führte zu reger Bautätigkeit, die sowohl die Gründung der Neustadt als auch die intensive Bebauung der alten Straßenzüge innerhalb der ehemaligen Stadtgrenzen zur Folge hatte. Davon wurden ebenfalls die um das Eigelsteintor gelegenen Gebiete betroffen. Das Haus Weidengasse 43 gehört zum originalen Bestand der Folgebebauung in der nördlichen Altstadt mit dem Nachbarhaus Nr. 41 fügt es sich in das Straßenensemble ein und vermittelt somit einen Eindruck von der ehemals geschlossenen Bebauung des älteren Teils der Weidengasse um die Jahrhundertwende.
Das Haus Weidengasse 43 ist ein zweiachsiges, viergeschossiges Wohnhaus mit kleinem Ladenlokal. Es weist eine schlichte, klar gegliederte Fassadengestaltung auf. Über dem EG mit Pilasterordnung nimmt die in rotem Backstein ausgeführte Fassade in der Geschoßhöhe nach oben ab. Die Geschosse sind durch unterschiedlich ornamentierte Friese abgegrenzt. Die stichbogenartige Form der Fensterstürze im ersten und zweiten Geschoß wiederholt sich in gotisierenden Bekrönungsleisten. Die im ersten Geschoß türartig hohen Fenster schließen schmiedeeiserne Gitter ab. Im Hausinnern sind erhaltenswert: Holztreppe mit gedrechseltem Geländer und Antrittspfosten; ornamentierte Fußbodenfliesen und Deckenrosette im Ladenlokal; reich verzierter Stützbogen im Hausflur; Stuckleistendecken im Hausflur sowie ersten/zweiten Treppenhausgeschoß.
Detail-Daten · Denkmalliste der Stadt Köln
- Baudenkmalnr.
DE_05315000_A_2747- Typ
- Gebäude-Denkmal
- Bezeichnung
- Wohn- u. Geschäftshaus
- Adresse
- Weidengasse 43 , 50668 Köln
- Stadtteil
- Altstadt/Nord
- Baujahr
- um 1880 bis 1890
- Eigentum
- privates Eigentum
- Denkmal seit
- 06.11.1984
- Koordinaten
50.94799° N, 6.95486° E