Die Altstadt-Nord beherbergt das Herzstück Kölns: den Kölner Dom, UNESCO-Weltkulturerbe und bedeutendstes gotisches Kirchenbauwerk Deutschlands. Rund um den Dom befinden sich der Hauptbahnhof, das Museum Ludwig, das Wallraf-Richartz-Museum und die Hohenzollernbrücke mit ihren berühmten Liebesschlössern.
Der Alter Markt, das historische Rathaus (erbaut ab ca. 1330) und zahlreiche Kneipen im sogenannten „Brauhaus-Viertel" machen die Altstadt-Nord zum touristischen Zentrum Kölns. Hier schlägt das Herz des Kölner Karnevals rund um den Alter Markt.
Der Stadtteil gehört zum Bezirk Innenstadt und gilt als Keimzelle der Stadt: Schon vor dem Jahr 50, in dem die Siedlung zur römischen Colonia Claudia Ara Agrippinensium erhoben wurde, bestand hier eine Ansiedlung. Die Hauptachsen des römischen Köln sind bis heute erkennbar – die Hohe Straße als alte Nord-Süd-Verbindung, die Schildergasse als Ost-West-Achse.
Die Grenze zur Neustadt bilden die Kölner Ringe, die das mittelalterliche Stadtgebiet halbkreisförmig umschließen; im Osten begrenzt der Rhein den Stadtteil zu Deutz hin. Die Ostwestachse Cäcilienstraße–Neumarkt–Hahnenstraße trennt Altstadt-Nord von Altstadt-Süd.
Mittelpunkt ist der Kölner Dom, UNESCO-Weltkulturerbe und mit gut 157 Metern eines der höchsten Kirchengebäude der Welt. Dank der Reliquien der Heiligen Drei Könige ist er eine der bedeutendsten Wallfahrtskirchen Europas. Der Grundstein zum gotischen Bau wurde 1248 gelegt. Rund um den Dom liegen weitere Wahrzeichen: die romanische Kirche Groß St. Martin im gleichnamigen Viertel, das historische Rathaus, der Gürzenich und mehrere bedeutende Museen wie das Museum Ludwig und das Römisch-Germanische Museum. Im Norden schließt das Eigelsteinviertel an. Altstadt-Nord ist dicht bebaut und sehr grünarm. Mit Hohe Straße und Schildergasse liegen hier zwei der meistbesuchten Einkaufsstraßen Deutschlands. Seit 1974 durchschneidet die Nord-Süd-Fahrt den Stadtteil. An den Klingelpützpark erinnert der Name an ein früheres Gefängnis.