Ina-Gschlössl-Weg
Benannt nach Ina Gschlössl (1898–1989), in Köln geborener evangelischer Theologin und Pionierin der Frauenordination in der deutschen evangelischen Kirche. Gschlössl studierte in einer Zeit Theologie, in der Frauen das volle Pfarramt verschlossen war. 1925 gründete sie in Marburg den „Verband evangelischer Theologinnen" mit drei weiteren Theologinnen; in Köln wurde 1930 ein Ableger gegründet. 1933 entließ die Stadt Köln sie aus ihrem Berufsschulamt, weil sie sich „unziemlich über den Reichskanzler und andere Staatsmänner geäußert" habe und sich zur Judenfrage „unverständnisvoll" geäußert habe — sie war eine der wenigen Theologinnen im Rheinland, die das NS-Regime von Anfang an klar ablehnten. Die volle Pfarrordination für Frauen erlebte sie nicht mehr; sie starb 1989. 2005 wurde der Weg an der Antoniterkirche nach ihr benannt.
Quellen: