Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
1 Denkmal

Unter Krahnenbäumen

Länge
312 m
Hausnummern
50668: ungerade 1–87, gerade 4–68
Fotografien
0 Bilder
Stadtteil
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Unter Krahnenbäumen verbindet den Eigelstein mit Unter Kahlenhausen. Die Namensherkunft ist nicht eindeutig geklärt. Entweder leitet sich der Name von "Kranbaum" her, einem Wacholderbaum, auf dem sich häufig Krähen niederließen, oder vom Gutshof "Zum Kranich", der auch "Krahnenhof" genannt wurde. Das Ursulinen-Lyzeum, St. Kunibert sowie das St. Marien-Hospital grenzen an Unter Krahnenbäumen, das durch den Bau der Nord-Süd-Fahrt, (Abschnitt: Turiner Str. ) zerteilt und seines ursprünglichen Charakters beraubt wurde. Musikalisch verewigt wurde es durch Willi Ostermann und seinen Titel "Kinddauf-Fess unger Krahnebäume".

Frühere Bezeichnung: Unter Buddenmacher, Hinter cranenbaumen, Fasse des grues (französisch: Kranichgraben)

Erinnert an die mittelalterlichen Hafenkräne am Rhein — „Krahnen" = Krane. Bis ins 19. Jahrhundert standen am alten Kölner Rheinhafen mächtige hölzerne Tret- oder Hebekrane, mit denen Frachten von den Schiffen geladen wurden. Die „Krahnenbäume" waren die hohen Holzmaste dieser Kräne. Berühmtheit erlangte die Straße durch das Fotobuch „Unter Krahnenbäumen" (1958) von Karl-Heinz Hargesheimer / Chargesheimer (siehe Chargesheimerplatz) — eine ungeschönte fotografische Reportage über das damals proletarisch-arme Eigelstein-Quartier, die zu den Klassikern der Nachkriegs-Fotografie zählt. Heute ist Unter Krahnenbäumen Teil des aufgewerteten Eigelstein-Veedels (siehe Eigelstein).

Quellen:

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Verbundene Baudenkmäler

Stolpersteine in dieser Straße

Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.