Glockengasse
In dieser Straße findet sich das berühmte 4711-Haus. An dieser Stellle baute man bereits im 15. Jahrhundert ein Bürgerhaus mit dem Namen "Zum Balkan". Drei Jahrhunderte später ging es in den Besitz von Wilhelm Mülhens über, der unter anderem auch Kölnisch Wasser produzierte.
Der Name Glockengasse beruht auf dem Glockenmeister Elias, der ca. 1266 dort lebte. Bis ins Jahr 1938 stand in der Straße auch eine 1861 gebaute und von Abraham von Oppenheim gestiftete Synagoge. In der Reichsprogromnacht am 9. November 1938 wurde sie jedoch zerstört. Eine Gedenktafel erinnert jedoch an sie.
Wenige Meter entfernt befindet sich der Offenbachplatz, an dem Opern- und Schaupsielhaus zu finden sind.
Trägt einen schlichten mittelalterlichen Namen — vermutlich nach einem Hausnamen „Zur Glocke". Welt-Berühmtheit erlangte die Glockengasse jedoch durch eine ganz andere Geschichte: Hier — in der Hausnummer 4711 — stand seit 1792 die Manufaktur der Familie Mülhens, die das berühmte „Echt Kölnisch Wasser" herstellte. Der Karthäuser-Mönch Franz Maria Farina hatte dem damals 30-jährigen Wilhelm Mülhens das geheime Rezept als Hochzeitsgeschenk gegeben. Die markante Hausnummer „4711" entstand zufällig, als die französischen Besatzungstruppen 1796 alle Kölner Häuser durchnummerierten — und wurde zum Markennamen einer der weltbekanntesten Düftefirmen. Das heutige Dufthaus 4711 in der Glockengasse — ein neugotischer Wiederaufbau von 1959 — ist Museum, Verkaufsraum und touristisches Wahrzeichen.
Quellen: