Quatermarkt
Nach dem Stadthistoriker Adam Wrede (* 12.4.1875, † 21.12.1960) geht die Bezeichnung Quatermarkt auf einen Familiennamen „Quatermarc" zurück, der aus dem Jahr 1171 überliefert ist; Hilger Quattermart von der Stesse (* 1340, † 1398). Diesem Patriziergeschlecht ist auch eine Statue auf dem Ratsturm gewidmet
Frühere Bezeichnungen: Münzstraße; Rue de la monnaie
Anders als der Name vermuten lässt, geht der Quatermarkt nicht auf das lateinische „quater" (viermal) oder einen Vier-Markt zurück, sondern auf die mittelalterliche Kaufmannsfamilie Quattermart, die hier ein Stadtviertel besaß. Godefriedus Quattermart ließ hier ein „stattliches Haus" bauen — einer der typischen Patrizier-Komplexe, die das mittelalterliche Köln prägten. Die Quattermart-Familie war Teil der städtischen Führungsschicht; aus solchen Patrizier-Familien rekrutierten sich die Schöffen, Bürgermeister und Ratsherren der Stadt. Der Platz liegt in unmittelbarer Nähe zum Rathaus und Alter Markt — ein Hinweis auf die wirtschaftliche Bedeutung der Familie.