Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
1 Denkmal

Quatermarkt

Länge
106 m
Hausnummern
50667: ungerade 1–5, gerade 2–6
Fotografien
1 Bild
Stadtteil
Gürzenich um 1900 · Postkarten

Nach dem Stadthistoriker Adam Wrede (* 12.4.1875, † 21.12.1960) geht die Bezeichnung Quatermarkt auf einen Familiennamen „Quatermarc" zurück, der aus dem Jahr 1171 überliefert ist; Hilger Quattermart von der Stesse (* 1340, † 1398). Diesem Patriziergeschlecht ist auch eine Statue auf dem Ratsturm gewidmet

Frühere Bezeichnungen: Münzstraße; Rue de la monnaie


Anders als der Name vermuten lässt, geht der Quatermarkt nicht auf das lateinische „quater" (viermal) oder einen Vier-Markt zurück, sondern auf die mittelalterliche Kaufmannsfamilie Quattermart, die hier ein Stadtviertel besaß. Godefriedus Quattermart ließ hier ein „stattliches Haus" bauen — einer der typischen Patrizier-Komplexe, die das mittelalterliche Köln prägten. Die Quattermart-Familie war Teil der städtischen Führungsschicht; aus solchen Patrizier-Familien rekrutierten sich die Schöffen, Bürgermeister und Ratsherren der Stadt. Der Platz liegt in unmittelbarer Nähe zum Rathaus und Alter Markt — ein Hinweis auf die wirtschaftliche Bedeutung der Familie.

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