Appellhofplatz
Trägt den Namen des Rheinischen Appellationsgerichtshofs, den der preußische Staat 1826 in Köln errichtete und damit das Justizwesen der gerade preußisch gewordenen Rheinprovinz neu organisierte. Der erste Bau (1824 begonnen) entstand auf dem Gelände des Mariengarten-Klosters, das in der Säkularisation abgebrochen worden war. Das heutige Justizgebäude am Appellhofplatz — ein eindrucksvoller, im Stil der niederländischen Renaissance gestalteter Konkavbau — wurde 1883–1893 nach Plänen von Paul Thömer und Rudolf Mönnich errichtet. In der NS-Zeit war hier das berüchtigte Kölner Sondergericht ansässig, das mindestens 123 politisch motivierte Todesurteile bis Kriegsende verhängte. Heute sitzen Verwaltungs- und Finanzgericht im Appellhof.
1 Fotografien
Interessantes in der Straße
Verbundene Baudenkmäler
Stolpersteine in dieser Straße
Erinnerung an Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Die kleinen Messingsteine wurden vom Künstler Gunter Demnig vor dem jeweils letzten frei gewählten Wohnort verlegt.