Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Richartzstr.

Länge
126 m
Hausnummern
50667: gerade 2–16
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Stadtteil
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Benannt nach Johann Heinrich Richartz (1796–1861), in Köln geborenem Kaufmann und einem der größten Kunstmäzene Kölns im 19. Jahrhundert. 1854 stiftete Richartz 100.000 Taler für den Bau eines städtischen Kunstmuseums, in dem die umfangreiche Sammlung des Stiftskanonikers Ferdinand Franz Wallraf (1748–1824) untergebracht werden sollte; durch weitere Schenkungen wuchs sein Beitrag auf 277.000 Taler — über die Hälfte der Baukosten. Das nach beiden Stiftern benannte Wallraf-Richartz-Museum wurde am 1. Juli 1861 eröffnet — wenige Monate nach Richartz' Tod. Es ist heute eines der bedeutendsten europäischen Kunstmuseen mit Beständen vom Mittelalter bis zum 19. Jahrhundert (Stefan Lochner, Rubens, Rembrandt, Boucher, Delacroix). Sein Testament stiftete weitere 100.000 Taler für eine Kölner Geistesheilanstalt sowie zusätzliche Mittel für Bildankäufe.

Quellen:

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