Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026

Seidmacherinnengäßchen

Länge
59 m
Hausnummern
50667: ungerade 1–5, gerade 2–6
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Stadtteil
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Trägt einen außergewöhnlichen Namen — eines der wenigen weiblichen Berufs-Straßennamen Kölns. Die „Seidmacherinnen" waren mittelalterliche Seidenstickerinnen und Seidenwebenmeisterinnen — eine vorwiegend weibliche Zunft! Die Garn- und Seidmacherinnen waren in einer eigenen Zunft (Gaffel) organisiert, was im Mittelalter sehr außergewöhnlich war: Selbstbestimmte Frauen-Handwerk-Organisationen waren selten. Köln hatte mehrere solcher Frauen-Zünfte (auch die Goldmacherinnen, Wollmacherinnen und Garnmacherinnen). Sie produzierten kostbare Seidenstoffe, gewebte Borten, Stickereien für liturgische Gewänder und repräsentative Bürgerkleidung. Mit dem Niedergang der Kölner Tuchindustrie im 16./17. Jahrhundert verschwand auch dieses Frauen-Gewerk.

Quellen: