Zeughausstr.
Benannt nach dem ehemaligen kurkölnischen Zeughaus — dem zentralen Waffen- und Munitionslager des Erzbistums Köln, das sich auf dieser Straße befand. Das Zeughaus diente vom 16. bis ins frühe 19. Jahrhundert der Aufbewahrung von Geschützen, Pulver, Pikenwaffen und sonstigem Kriegsgerät der erzbischöflichen Truppen. Heute ist hier das Kölnische Stadtmuseum untergebracht — in einem barocken Zeughaus-Komplex von 1594/1606, das im Krieg 1944 zerstört und ab 1956 vereinfacht rekonstruiert wurde. Direkt gegenüber liegt der berühmte Römerturm (siehe Am Römerturm) — das einzige erhaltene Original-Element der römischen Stadtmauer. Mit den Schauplätzen Burgmauer, Prätorium, Römerturm, Burghöfchen und Zeughausstr. bildet diese Ecke das archäologisch dichteste römisch-mittelalterliche Quartier Kölns.
Quellen: