Zeppelinstr.
Benannt nach Ferdinand Graf von Zeppelin (1838–1917), württembergischem General und Erfinder des starren Luftschiffs (Zeppelin). Sein Konstruktionsprinzip — ein zigarrenförmiges Aluminium-Gerüst mit gasgefüllten Innenkammern — machte das Luftschiff zum dominanten Großluftfahrzeug der Vor- und Zwischenkriegszeit. Zeppelin landete am 5. August 1909 persönlich mit seinem Luftschiff „Z II" auf dem damals neuen Reichsluftschiffhafen Bickendorf (siehe Ossendorfer Weg in Bickendorf) — eine Sensation, die ganz Köln auf die Beine brachte. Aus dieser Episode erwuchs die enge Verbindung Kölns zur Luftfahrt: 1911 entstand der Flughafen Butzweilerhof in Ossendorf (siehe Butzweilerhofallee), 1913 der Bickendorfer Hochbunker, 1957 der Flughafen Köln/Bonn. Die Zeppelinstr. selbst wurde im Zuge der städtebaulichen Modernisierung unter Stadtbaurat Carl Rehorst ab 1907 als Ost-West-Durchbruch durch ehemaliges Militärgelände angelegt (siehe Rehorststr. in Neuehrenfeld).
Quellen: