Straßen·Lexikon Köln · Est. 2026
2 Denkmale

Fischmarkt

Länge
86 m
Hausnummern
50667: ungerade 1–9
Fotografien
6 Bilder
Stadtteil
Fischmarkt

Einer der ältesten Plätze Kölns — die ersten Bauten am Fischmarkt stammen aus der Zeit um 1100 und entstanden auf dem Gelände eines früheren Benediktinerklosters, des Stifts Groß St. Martin (siehe Vor St. Martin). Schriftlich erwähnt ist der Fischhandel hier seit dem 12. Jahrhundert. Vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert wurden hier Fässer mit Heringen, Stockfisch, gesalzenem Hering und Schollen gelandet, gestapelt und für den Weiterverkauf umgeschlagen — das Kölner Stapelrecht (siehe Am Leystapel) machte Köln zum wichtigsten Fischumschlagplatz am Rhein. Die schmalen, hohen Giebelhäuser am Fischmarkt mit der Kirche Groß St. Martin im Rücken bilden bis heute eines der charakteristischsten Stadtbilder Kölns; nach Kriegszerstörung 1945 wurden sie nach historischen Vorbildern wiederaufgebaut.


Der Fischmarkt verbindet die Mauthgasse mit der Frankenwerft. Fisch war im mittelalterlichen Köln durch Fasten und Feiertagsgebote ein wichtiger Handelszweig und in konservierter Form ein bedeutendes Exportgut. Hiermit in Zusammenhang steht das angrenzende Stapelhaus, in dem Handelswaren gelagert wurden. Da Köln das sogenannte Stapelrecht besaß, mussten auf dem Rhein reisende Händler ihre Waren in Köln ausladen und anbieten, wodurch Köln zu einem wichtigen Umschlagplatz des rheinischen Handels wurde. Verderbliche Güter wie Fisch wurden während ihrer Zeit an Land häufig neu verpackt und mit frischer Salzlake versehen. In Köln wechselten zudem die Schiffer den Schiffstyp von "Hochländern" für den Mittel- und Oberrhein auf "Niederländer" zur Befahrung des Niederrheins und umgekehrt.

Der Fischmarkt ist ein Teil der berühmten Rheinuferpromenade zwischen Kölner Dom, Hohenzollernbrücke, Museum Ludwig und Groß Sankt Martin.

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